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What Happened? - Gästebuch
mhm

Donnerstag Nacht. Der Film ist zuende und du machst dich auf, vom Kino heimzufahren. Alleine sitzt du im Wagen, machst den CD-Spieler an und lässt den Abend nochmal revue passieren. Keine Menschenseele mehr weit und breit, ja selbst die Autobahn wirkt verlassen.

Und da ist es wieder, dieses nagende Gefühl, dass sich längst nicht mehr in deine Seele frisst, sondern diese schon seit Langem vereinnahmt hat. Du fühlst dich alleine, sehnst dich nach Nähe, nach Liebe, doch du weißt, dass du niemanden hast, der diese Begierde stillen kann. Du hast Vater und Mutter, welche dich über alles lieben, doch können sie dir nicht diese Art Liebe geben, welche du so sehr misst und welche du in deinem nicht mehr ganz so jungem Leben noch nie wirklich erfahren hast.

Doch warum hast du dieses innige Gefühl "geliebt" zu werden noch nie empfunden? Warum hat dich noch nie jemand wirklich begehrt? Oder weißt du es nur nicht? Es ist schwierig diese Frage zu beantworten, doch so wie du es empfindest entspricht doch eher Punkt 1 der Realität.

 Selbst hast du dich sicherlich schon zu  der ein oder anderen Person hingezogen gefühlt, sie vllt sogar geliebt, doch warum kam es nie zu der erhofften Beziehung? Die simple, ernüchternde Antwort lautet: Weil dieses Interesse nicht auf gegenseitigkeit beruhte und du dir stets den selben Spruch "bieten" lassen musstest: "Ich habe dich als Freund sehr gerne, ABER..."

Du willst es die ersten paar Sekunden gar nicht wahrnehmen, fühlst dich wie immer, doch sobald u endlich realisiert hast, was deine Angebetete just in diesem Moment gesagt hat, dreht sich dir der Magen um und deine Träume beginnen nicht einfach nur zu zerplatzen, sondern sie beginnen dich unter sich zu begraben, sodass sich dir deine Kehle zuschnürt und du nach Atme ringst.

 Den ganzen Abend lang fühlst du dich wie in Trance und bist nicht mehr wirklich fähig einen klaren Gedanken zu fassen und auch der Griff zur Wodka Flasche, etc. wird immer einfacher. Am nächsten Morgen erwachst du mit den üblichen Kopfschmerzenn, welche diejenigen heimsuchen, die am Vorabend dem Alkohol fröhnten, doch nur Sekunden nach dem Aufstehen geht dir nur noch eine Sache durch den Kopf... ABER...

 Es lässt dich nicht mehr los und so beginnst du den ganzen Tag nur noch an diese Abfuhr zu denken. Und iwann kommst du an jenen Punkt, an dem du dich fragst, warum eigentlich ABER? Was hast du falsch gemacht?

So sprichst du  sie in der Hoffnung auf eine Antwort auf diese Frage darauf an, doch du erntest nur ein Raunen, Stottern oder etwas dergleichen. Und so beginnst du die Suche nach Makeln an deiner selbst. Du musst auch nicht lange suchen und schon ist der erste gefunden. Doch bei diesem einen bleibt es nicht und du findest immer mehr an dir, was nicht perfekt ist. Makel die auf das andere Geschlecht vllt abstoßend wirken... Und iwann ist es dann soweit, du hast so viele Makel an dir gefunden, dass du dich nicht mehr als liebenswert erachtest, du diner selbst sogar hasst. Dein Selbstwertgefühl scheint Tiefen zu erreichen die du nie für möglich erachtet hast. Du fragst dich nur noch wozu diese ganze Scheiße führen soll.

Auf der einen Seite entwickelst du immer mehr Selbstmitleid und vor allem Neid auf all die glücklichen Paare und fragst dich mal wieder was bei dir doch schief gelaufen ist, bzw. immernoch schief läuft. Doch auf der anderen Seite bleibt immernoch der pure Hass gegen dich, deinen Körper und all jene, welche in trauter Zweisamkeit leben. Es ist schwer sich aus dieser Tiefe wieder zu erheben, sich selbst zu bejahen und zu sich und seinem Körper zu stehen. Doch so schwer dies ist...so einfach ist es wieder in eben jenes Loch zu stürzen. Und dazu braucht es nichteinmal eine erneute Abfuhr, oder etwas dergleichen. Es kommt aus heiterem Himmel, unerwartet...

Ich selbst befinde mich wieder an diesem Tiefpunkt. Ich weiß es und doch ist es dadurch nicht einfacher mich daraus wieder zu befreien. Es ist einfach zu schwer für mich, mich so zu akzeptieren wie ich bin. Und ihr mögt jetzt sagen: Dann ändere dich doch so, dass du dich akzeptieren kannst, doch dies ist nicht so einfach.

Ich werde sehen was sich machen lässt. In diesem Sinne.

Adieu, bis demnächst. 

8.6.07 12:28
 


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